Zur Startseite von schmerz-los in Kassel Zur Homepage der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Herzlich willkommen bei schmerz-los! in Kassel !

Hilfe bei RÜCKENschmerzen und Bandscheibenvorfall

Rückenzentrum Kassel l Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie l Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz l Faszien im Fokus: Manuelle Therapie und Osteopathie  l Spinalkanalstenose l Bandscheibenvorfall l Rheuma und Fibromyalgie l Wirbelgleiten

Rückenzentrum Kassel

Wenn Sie unter Rückenschmerzen oder Halswirbelsäulenbeschwerden leiden, sind Sie bei uns in besten Händen. Die Behandlung von Rücken- und Halswirbelsäulenbeschwerden ist unser Spezialgebiet. Wir lassen uns viel Zeit für eine ausführliche Diagnostik und planen gemeinsam mit Ihnen die Therapie. Spezialisten verschiedener Fachrchtungen, Fachärzte, Physiotherapeuten und Psychologen arbeiten zu Ihrem Wohle eng zusammen und garantieren so eine optimale Behandlung.

Nicht immer ist ein Bandscheibenvorfall oder der Ischias-Nerv die Ursache. Bei länger anhaltenden Rückenschmerzen wird in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern oft vorschnell operiert, oder es werden unkritisch Schmerzmittel verschrieben, die starke Nebenwirkungen haben. Häufig werden wiederholt Cortison-Spritzen gegeben, ohne dass eine langanhaltende Wirkung erzielt wird. Erst wenn klar ist, was genau die Ursache der Schmerzen ist, kann die richtige Therapie gewählt werden. Daher wird die Vorstellung in einem spezialisierten Rückenzentrum empfohlen.

Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie

Sie gilt als der Goldstandard der Schmerztherapie und wird in größeren Schmerzzentren angeboten. In der multimodalen Schmerztherapie wird ganzheitlich behandelt. Die ärztliche Behandlung beinhaltet u.a. Medikamente, Infiltrationen mit schmerzstillenden Substanzen und Akupunktur. Infiltrationen sind oft zu Beginn der Therapie sehr hilfreich, allerdings ist die Wirkdauer begrenzt. Mehrmalige Wiederholung der Spritzentherapie ist kritisch zu sehen, da dann die Nebenwirkungen des Cortison zunehmen und die Belastung mit Röntgenstrahlen erheblich ist. Intensiv wird im Rahmen der multimodalen Therapie einzeln und in Gruppen physiotherapeutisch trainiert, aber auch mittels Manueller Therapie, Osteopathie, Qi Gong, Yoga oder Feldenkrais. Weil sich in vielen Fällen bereits ein Schmerzgedächtnis ausgebildet hat, werden auch psychologische Verfahren wie Biofeedback, Progressive Muskelentspannung und „Mindfulness“ angewandt. Diese Therapie kann stationär oder tagesklinisch durchgeführt werden.

Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz

Die "Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz" wird von den medizinischen Fachgesellschaften herausgegeben und gibt Empfehlungen an alle Ärzte, aber auch an Patienten, sie gilt als eine Art „Richtschnur“. Empfohlen wird bei Rückenschmerzen zunächst die hausärztliche Betreuung, da sich die Schmerzen meist innerhalb von 2-3 Wochen wieder zurückbilden. Der Hausarzt kann entscheiden, welche Medikamente er empfiehlt und ob und wann ggf. eine Vorstellung bei einem Spezialisten und weitere Untersuchungen notwendig werden. Grundsätzlich gilt, daß Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden sollten, da sie zu Magen- oder Darmblutungen führen und Niere und Herz schädigen können. Opiate dagegen sollten nur unter strenger Kontrolle eingenommen werden, und dann immer als langwirkendes Retard-Präparat. Am besten kennen sich Schmerzspezialisten mit solchen Präparaten aus.

Faszien im Fokus: Manuelle Therapie und Osteopathie

Neue Studien zeigen: Die meisten Rückenschmerzen gehen von den Faszien aus, die auch weit entfernte Strukturen und auch Organe miteinander verbinden. Dadurch liegen Ursache und Schmerz oft an unterschiedlichen Orten. Eine Kombination intensiver Physiotherapie (mehrfach am Tag), Manueller Medizin bzw. Osteopathie und schmerzlindernden Medikamenten kann die Schmerzen meist innerhalb kurzer Zeit beseitigen. Es gilt aber: Je länger die Schmerzen schon bestehen, desto schwieriger ist die Therapie. Bei länger als 3 Monaten andauernden Rückenschmerzen wird von den Leitlinien eine interdisziplinäre Untersuchung empfohlen. Das bedeutet, dass Sie von einem ärztlichen Schmerztherapeuten, einem besonders geschulten Physiotherapeuten und einem Schmerzpsychologen gleichzeitig untersucht werden, damit die optimale Therapie für Sie zusammengestellt werden kann.

Spinalkanalstenose

Bei der Spinalkanalenge – nur etwa 3 % aller Rückenschmerzen - kommt es zu einem Druck auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln der Wirbelsäule. Dies kann verschiedene Arten von Schmerzen verursachen, typisch ist aber die sogenannte Schaufensterkrankheit: Betroffene bleiben oft nach einer bestimmten Gehstrecke stehen und beugen sich vornüber oder setzen sich hin. Nachdem der Schmerz im Rücken und in den Beinen nachlässt, können sie weitergehen. Typisch ist auch, dass das Bergaufgehen weniger schmerzt als das Bergabgehen, und dass Fahrradfahren völlig schmerzfrei ist. Hier ist eine multimodale Schmerztherapie oft erfolgreich. Wenn die Schmerzen trotzdem weiter zunehmen und/oder Lähmungen auftreten, dann kann eine Operation überlegt werden. Hier ist minimal-invasiven Maßnahmen wie Dekompressionen der Vorzug vor Versteifungsoperationen zu geben. Ähnliche Beschwerden können aber auch durch Verkalkungen der Arterien in den Beinen ausgelöst werden, so daß auch hier eine gründliche körperliche Untersuchung unabdingbar ist.

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorwölbungen und –vorfälle bekommen viele Menschen mit zunehmenden Alter so wie Fältchen und weisse Haare. Sie gehören zu den Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule. Meist verursachen sie keine Schmerzen. Wenn sie dennoch die Ursache der Rückenschmerzen sind – etwa 4% aller Rückenschmerzen - dann hängt es von der Art der Beschwerden ab, wie das weitere Vorgehen ist. In den meisten Fällen kann mittels Physiotherapie und verträglichen Schmerzmedikamenten therapiert werden. In schweren Fällen kommt eine interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie in Betracht. Nur wenn starke Lähmungen oder eine Blasen- u. Mastdarmschwäche auftritt, ist an eine Operation zu denken. Bitte denken Sie daran, daß in Deutschland viel häufiger am Rücken operiert wird als im europäischen Ausland. Dies ist in den letzten Jahren immer wieder auch in der Presse kritisiert worden. Hier sollten Sie sich ruhig trauen, eine zweite Meinung von einem Schmerzspezialisten einholen, denn es geht ja um Ihre Gesundheit.

Rheuma und Fibromyalgie

Unter Rheuma wird eine Vielzahl von entzündlichen Erkrankungen verstanden, die die Gelenke, aber auch andere Organe betreffen. Viele Rheumapatienten haben Schmerzen. Die Rheumaliga hilft mit Informationen rund um Diagnostik und Therapie. Bei der Fibromyalgie handelt es sich um eine generalisierte Schmerzerkrankung, d.h. der Schmerz, der anfangs nur in einer Region, z.B. dem Rücken auftrat, hat sich über den ganzen Körper ausgebreitet. Die Ursachen sind bislang noch nicht sicher geklärt. Viele Patienten sind frustriert und fühlen sich von den behandelnden Ärzten nicht ernstgenommen. Die Diagnose wurde früher durch sogenannte Schmerzpunkte gestellt, mittlerweile helfen bei der korrekten Zuordnung auch Fragebögen der Amerikanischen Rheumatologen Vereinigung (American College of Rheumatology). Bei der Fibromyalgie sind Operationen nicht indiziert, und nur wenige Medikamente sind sinnvoll, es gibt aber doch einige Therapiemöglichkeiten.

Wirbelgleiten

Wird auch Spondylolisthesis genannt. Dabei kommt es zu einer Verschiebung zweier Wirbel um einige Millimeter. Diese Verschiebung kann schmerzlos sein, manchmal ist sie aber auch Ursache von Rückenschmerzen. Vom Röntgen-Bild her teilen Ärzte das Wirbelgleiten nach Meyerding in 3 Schweregrade ein. In den allermeisten Fällen muß nicht operiert werden, sondern die Wirbelkörper können durch ein intensives Trainingsprogramm für die tiefe Rückenmuskulatur wieder stabilisiert werden. In Deutschland wird nach Meinung vieler Experten zu häufig eine Versteifungsoperation (Spondylodese) durchgeführt, die nach einigen Jahren zu Problemen an anderen Stellen der Wirbelsäule führen kann. Auch hier wird die Vorstellung in einem Rückenzentrum empfohlen.

Regionales Schmerzzentrum Kassel
Bergmannstraße 32
34121 Kassel
Telefon 0561 3086-5790
Telefax 0561 3086-2254
info@schmerz-los-kassel.de

Powered by: AOS // Arcus