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Hilfe bei KOPFschmerzen

Kopfschmerzzentrum Nordhessen l Migräne l Wenn Schmerzmittel Kopfschmerzen auslösen l Schmerzen im Gesicht – die Trigeminusneuralgie l Knirschen und Craniomandibuläre Dysfunktion l Cluster-Kopfschmerz

Kopfschmerzzentrum Nordhessen

Leide ich an Migräne, Spannungs- oder Clusterkopf-schmerzen, Schmerzmittelkopfschmerz oder einer Trigeminusneuralgie? Oder gehen meine Kopfschmerzen vom Kiefer aus? Insgesamt unterscheidet die International Headache Society (IHS) mehr als 250 verschiedene Kopfschmerzarten, wobei man primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterscheidet.

Bei primären Kopfschmerzen gibt es keine spezifische Ursache. Dies gilt für die allermeisten Kopfschmerzarten, wie z.B. die Migräne. Auslöser lassen sich jedoch oft einige identifizieren. Bei den selteneren sekundären Kopfschmerzen muß eine Ursache gefunden und erfolgreich behandelt werden. Hier kann es sich z.B. um eine Entzündung des Nervensystems oder hohen Blutdruck handeln.

Realistisches Ziel ist bei den meisten Kopfschmerzen nicht die Heilung, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität. Dazu sind nicht nur Medikamente notwendig, sondern es sollten auch alle krankheitsverstärkenden Faktoren berücksichtigt werden, ob sie nun körperlicher oder seelischer Natur sind. Gut informierte Patienten können hier zusammen mit Ihrem Kopfschmerzspezialisten viel erreichen! Hier können Sie einen leicht zu benutzenden Kopfschmerzkalender herunterladen, der dem Spezialisten schon viele Informationen gibt.

Migräne

Mehr als jeder zehnte Deutsche leidet an Migräne, sie gehört damit zu den häufigsten Kopfschmerzerkrankungen – und hat doch sehr unterschiedliche Verlaufsformen. Migräne-Patienten leiden unter wiederkehrenden Kopfschmerzen, die häufig einseitig als pochender oder pulsierender Schmerz beschrieben werden. Dazu können Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen. Die Behandlung besteht aus Medikamenten, die im Anfall eingenommen werden, und aus Vorbeugungs-Medikamenten wie z.B. einem Beta-Blocker. Bei leichten Beschwerden hilft oft Ibuprofen oder ASS, bei schweren Attacken muß meist ein Triptan (z.B. Sumatriptan) eingenommen werden. Zusätzlich sind nicht-medikamentöse Verfahren sinnvoll, wie Entspannungsverfahren, Ausdauersport oder auch Akupunktur und Biofeedback.

Chronische Migräne bedeutet, daß Sie an mindestens 15 Tagen pro Monat Kopfschmerzen haben, davon an mindestens 8 Tagen Migräne. Hier kann Botulinumtoxin - bekannt als „Botox" – eine Hilfe sein. Dieses ist seit 2011 von den Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen zugelassen und wirkt über eine Beruhigung der Nervenbahnen. Ganz neu ist die „Spritze gegen Migräne“, mit der wir schon seit einigen Jahren im Rahmen von Studien gute Erfahrung haben. Wenn Sie viele Tage im Monat Migräne haben, sollten Sie sich an die Migräneliga oder ein Kopfschmerzzentrum in Ihrer Nähe wenden. Ein Kopfschmerzspezialist kann Sie individuell beraten und Ihnen Tipps zu verträglichen Medikamenten und zu nicht-medikamentösen Möglichkeiten geben.

Zum Video "Neue Therapie: Hilft diese Spritze wirklich gegen Migräne?"
(www.rtl-hessen.de)

Infovideo zum Thema Botox
Infovideo zum Thema Botox

Wenn Schmerzmittel Kopfschmerzen auslösen

Nehmen Kopfschmerz-Patienten an mehr als 10 Tage pro Monat Schmerzmittel ein, kann das zu einer Zunahme der Kopfschmerz-Attacken führen. Unter dem Übergebrauch eines Medikaments verändert sich häufig der ursprüngliche Kopfschmerz, meist eine Migräne.

Beim Übergebrauchskopfschmerz handelt es sich nicht um eine Abhängigkeit. Stattdessen scheinen neurobiologische Prozesse der Schmerzverarbeitung, aber auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle zu spielen. Der Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz kann gut und erfolgreich behandelt werden – der erste Schritt ist jedoch oft eine „Medikamentenpause", die in der Regel stationär im Rahmen einer Multimodalen Schmerztherapie durchgeführt wird. Meist treten die Kopfschmerzen danach viel seltener auf.

Schmerzen im Gesicht – die Trigeminusneuralgie

Bei einer Trigeminusneuralgie kommt es zu plötzlich einschießenden sehr starken einseitigen Gesichtsschmerzen. Häufigste Ursache ist die Reizung und Schädigung des Trigeminusnervs, die durch das Pulsieren eines bestimmten Gefäßes ausgelöst wird. Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Eine Entzündung im Bereich einer Zahnwurzel kann zu ähnlichen Schmerzen führen. Behandelt wird die Trigeminusneuralgie in erster Linie mit Medikamenten, die auch gegen epileptische Anfälle helfen und das Nervensystem insgesamt beruhigen. Wenn Medikamente versagen, kann auch eine Operation infragekommen.

Knirschen und Craniomandibuläre Dysfunktion

Man „muss sich da durchbeißen", heißt es oft. Nächtliches unbewusstes Knirschen kann zu einer Überbelastung der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur führen. Es kann zu einer Zunahme der Kopfschmerzhäufigkeit oder einer sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) kommen. In vielen Fällen können eine „Knirscherschiene" und die Behebung von Kaustörungen helfen. In anderen Fällen hilft die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und das Erlernen eines besseren Umgangs mit Stress. Manchmal sind Kiefergelenkoperationen notwendig. In jedem Fall sollte die Diagnose von einem ärztlichen und einem zahnärztlichen Kopfschmerzspezialisten gestellt werden, was im interdisziplinären Kopfschmerzzentrum Nordhessen selbstverständlich ist. Das Kopfschmerzzentrum Nordhessen ist europaweit das einzige, das von einem Neurologen und einem Zahnarzt/Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen gemeinsam geleitet wird.

Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz ist eine Kopfschmerzerkrankung, die periodisch gehäuft auftritt. Cluster-Kopfschmerz-Patienten leiden an einseitigen extrem starken Schmerzattacken im Bereich der Schläfen und Augen. Der Cluster-Kopfschmerz ist meist gut behandelbar, aber die richtige Diagnose wird in Deutschland oft viel zu spät gestellt. Sowohl zur Akutbehandlung als auch zur Prophylaxe werden Medikamente und nichtmedikamentöse Verfahren eingesetzt und vermindern damit die Intensität der Schmerzattacken und die Attackenhäufigkeit deutlich. In den meisten Fällen kann eine Cluster-Attacke durch Sauerstoff beendet werden – hier ist jedoch die korrekte Anwendung ganz entscheidend. In besonders schweren Fällen können auch Operationen weiterhelfen. Menschen, die an Cluster-Kopfschmerz leiden, sollten sich an ein zertifiziertes Clusterkopfschmerz-Competence-Center  wie das Kopfschmerzzentrum Nordhessen wenden. Hier wird eine rasche und kompetente Betreuung ohne lange Wartezeiten geboten, und es werden die neuesten Behandlungsverfahren angewandt.

 

Regionales Schmerzzentrum Kassel
Bergmannstraße 32
34121 Kassel
Telefon 0561 3086-5790
Telefax 0561 3086-2254
info@schmerz-los-kassel.de

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